Lost Place - mitten unter uns

Februar 1, 2024 - Lesezeit: ~1 Minute

Fotoausstellung 

In einem alten, seit mehreren Jahren leerstehenden Haus, in dem ein Junggeselle allein gewohnt hat, habe ich 150 Fotos gemacht. Davon werden einige Fotos im Kunstgewächshaus unter dem Titel „Lost Places - mitten unter uns“ ausgestellt. 

Wie ist das, wenn jemand viele Jahre, bis ins hohe Alter als Selbstversorger mitten im Dorf lebt?
Der Bruder verstorben, kein Pflegedienst, der regelmäßig kommt, natürlich auch keine Haushaltshilfe.

Aber selbstbestimmt leben.

Wie geht das?
Was ist wichtig?
Was bleibt?
Wer nimmt Anteil?

Die Fotos zeigen einen kleinen Kosmos von Wichtigkeiten, anrührende Souvenirs aus einer anderen Zeit, mit viel Feinsinn und Liebe zusammengetragene Erinnerungen, ein mittleres Chaos, Spuren eines ganzen Lebens in einem kleinen Haus mitten im Dorf. Wie wunderschön und sehr lebendig.

Die Präsentation der Fotos „Lost Places“ wurde durch die Förderung von Detlev Niehues, Fa. Nielatec möglich. 
Ganz herzlichen Dank dafür. 

Franziska Lengers 


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Janina meets Franziska

Januar 8, 2024 - Lesezeit: ~1 Minute

Janina Myronova, geboren in der Ukraine, lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Polen. Janina ist eine Keramik-Bildhauerin, die mit ihren figurativen Formen und Hintergrundkompositionen erzählerisch gestaltet. Ihre sehr speziellen Körperbilder zeigen unterschiedliche Wesensarten und erzählen persönliche Geschichten.

Janina ist auf dem internationalen Parkett zu Hause, zeigt ihre Exponate in vielen Ausstellungen weltweit. Sie erhielt 2012 den Titel MFA der Fakultät für Keramikkunst der Nationalen Akademie der Künste Lwiw, 2013 den Titel MFA der Fakultät Keramik und Glas der Eugeniusz Geppert Akademie der Bildenden Künste in Wrocław und 2019 den Titel Ph. Seit 2017 ist sie Mitglied der Internationalen Akademie für Keramik IAC.

Ich freue mich sehr, Bilder ihrer Arbeiten zusammen mit meinen schwarzen Tonarbeiten im Kunstgewächshaus zeigen zu dürfen. Sachen machen und Dinge zu bewegen bedeutet für mich, immer wieder einen Ort zu betreten, der vorher für mich nicht existierte, neue Kontakte zu knüpfen, Neues auszuprobieren. Vor einiger Zeit war es Kupfer. Daraus wurden kleine Stehrümkes, die mich in ihrem Bann hielten.

Jetzt ist es schwarzer Ton. Vor Jahren war es weißer Ton und Porzellan. Ton ist ein tolles Material, es ist ein Genuss, mit den Händen darin zu arbeiten, Möglichkeiten der Gestaltung auszuprobieren.

Franziska Lengers
Tel. 8901


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Es war einmal....Altes Spielzeug

Dezember 4, 2023 - Lesezeit: 2 Minuten

Ausgangspunkt für das Weihnachtsfest ist das Fest der Geburt Jesu Christi.


Im Brauchtum waren teilweise ältere, vorchristliche Winter- und Lichtbräuche vorhanden, die mit christlichen Motiven vermischt wurden.



Bei uns in Deutschland tritt die religiöse Bedeutung des Weihnachtsfestes leider immer mehr in den Hintergrund.
Dennoch ist es für viele das wichtigste Familienfest des Jahres, an dem insbesondere die Kinder beschenkt werden. Weihnachtsmärkte und beleuchtete Einkaufspassagen haben den Advent als Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten verändert.
Viele Bräuche und Traditionen laden aber auch heute dazu ein, die Advents- und Weihnachtszeit bewusst und gemeinsam zu gestalten.


Wer bringt zur Weihnachtszeit die Geschenke?
Für viele Kinder in Norddeutschland ist das wohl der Weihnachtsmann mit seiner roten Mütze und dem langen weißen Bart, der in einem Schlitten angefahren kommt.
Zu vielen anderen kommt das

Christkind: Ein kleiner Engel mit blonden Locken und weißem Kleid, das oft eine kleine Glocke dabei hat - so die Vorstellung.
Es bringt vor allem den Kindern Geschenke.



In vielen Familien haben sich über die Jahre, vor langer Zeit heißbegehrte Spielzeuge, oft schon leicht ramponiert angesammelt. Meist sind sie kaputtgeliebt, immer wieder hervorgeholt und von vielen Geschichten umrankt. Die kleinen Mädchen bekamen oft Puppen, Puppenwagen und Puppenstuben, die Jungen Trecker, Autos, Eisenbahnen geschenkt.

Einige zeigen wir im Dezember hier im Kunstgewächshaus.



Sie erinnern an die Zeit, als noch  nicht so viele Spielzeuge wie heute selbstverständlich waren.
In ihrer Besonderheit liegt der Charme der alten Spielzeuge.



Herzlichen Dank an die Laererinnen die durch ihre Exponate die Ausstellung unterstützen.




Franziska Lengers         
Tel: 8901


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„ECHT LAER“ Flachs , Leinen und Co….

November 2, 2023 - Lesezeit: ~1 Minute

Manchmal passt wirklich alles!

Im November 2023 geht es im Kunstgewächshaus um Flachs. Flachssamen wurden im Garten des Heimatvereins ausgesät und gepflegt. Jetzt zeigt Antje Erichsen, ergänzt durch einige Exponate der Handarbeits- und Werkgruppe für Frauen des Heimatvereins Laer, wie Flachs früher weiterverarbeitet wurde.

„Echt Laer“ sind die tollen Trockentücher, die in Laer gewebt wurden und an den letzte drei Sonntagen im November abgegeben werden.


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"zu sehen" - Die Heilige Schrift der Israeliten

Oktober 8, 2023 - Lesezeit: 2 Minuten

Bei diesem Buch handelt es sich um die "Heilige Schrift der Israeliten", auch als die Doré Bibel bekannt, in deutscher Übersetzung von Dr. Ludwig Philippson mit 154 Illustrationen von Gustav Doré und gedruckt und verlegt von Eduard Hallberger in Stuttgart um 1860.

Am Anfang stand die Frage:

Wie kommt die „Heilige Schrift der Israeliten“ nach Laer?

Leider konnten wir den Weg des Buches nicht klären. Über Umwege ist die Heilige Schrift der Israeliten in das Archiv des Heimatvereins Laer-Holthausen gelangt. Auf der Innenseite weist die Ex Bibliotheca aus, dass es einmal zur Privatbibliothek von Julius und Hedwig Brodnitz gehörte. Dieser Hinweis war für uns der Anlass uns intensiver mit der Schrift zu beschäftigen.

Julius Brodnitz wurde am 09.6.1866 in Posen geboren. Am 16. Juni 1936 starb er durch einen Autounfall. Von 1920 bis zu seinem Tod 1936 war er Vorsitzender des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. 

Mit dem Projekt „zu sehen“ wurde dieses Buch von Hedwig und Julius Brodnitz aus der Vergessenheit geholt und mit anderen geteilt. Wir haben diese Schrift gerne mit vielen Laerern unterschiedlicher Generationen angesehen.

Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger, jung und alt, konnten an abgestimmten Terminen die Schrift sehen, in ihr lesen, vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben so ein kostbares Buch in den Händen halten. Die Menschen, die das Buch sahen, darin lasen, wurden gemeinsam mit der Heiligen Schrift der Israeliten von Tomasz Samek portraitiert.

Parallel dazu konnten wir durch die Unterstützung vieler Mitarbeiter der unterschiedlichsten Institutionen die Nachfahren von Hedwig und Julius Brodnitz ausfindig machen.

Franziska Lengers und Manfred Kluthe


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Mensch und Natur

September 5, 2023 - Lesezeit: ~1 Minute

Eyes as Big as Plates 2 Karoline Hjorth & Riitta Ikonen

In ihrem international beachteten, seit 2011 fortdauernden Projekt Eyes as Big as Plates erkundet das Künstle- rinnen-Duo Karoline Hjorth und Riitta Ikonen in insze- nierten Fotografien die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Nun ist bei arnoldsche Art Publishers der zweite Band erschienen: ein beeindruckendes und berühren- des Buch, das die drängenden Fragen unserer Gegen- wart in poetische Bilder fasst. Für den zweiten Band ihrer umfassenden Fotoserie Eyes as Big as Plates haben Karoline Hjorth und Riitta Ikonen die Welt bereist und 52 Menschen in unterschiedlichen Landschaften porträtiert - in Norwegen und auf den Äußeren Hebriden ebenso wie in Tasmanien, Südkorea oder dem Senegal. Hjorth und Ikonen umhüllen die Porträtierten mit kunstvollen und skulptural anmutenden Assemblagen aus natürlichen Materialien wie Zweigen, Algen, Pilzen oder sogar ganzen Fischen, die sie in den jeweili- gen Lebensumwelten der vorgestellten Personen vorgefunden haben.

Die kleine Fotopräsentation zeigt Menschen aus Laer in der Natur, vor der Natur, mit der Natur. Unvergleichlich eindrucksvoller zeigt das Buch Eyes as big as plates 2 die Verwobenheit des Menschen mit der Natur. Ich freue mich sehr, das Buch der beiden skandinavischen Künstlerinnen zeigen zu dürfen. Regelmäßig werden die Seiten des Buches umgeblättert.

Franziska Lengers TEL.: 8901


Das Kunstgewächshaus im Münsterland

Hier sehen Sie Kreatives, wie es wächst und gedeiht!

Das Kunstgewächshaus im Münsterland lässt Kunst und kreative Arbeiten im öffentlichen Raum wachsen. Ziel ist es, durch die einfache Begegnung mit künstlerischen und kreativen Werken für einen Moment aus dem Alltag zu entfliehen.

Lassen Sie sich von den Exponaten inspirieren, erheitern oder zum Nachdenken anregen. Nehmen Sie sich Zeit und kommen Sie mit anderen über die ausgestellten Objekte ins Gespräch.

Wir zeigen auch Ihre Arbeiten! Willkommen sind thematische Ausstellungen und Einzelwerke der Kindertagesstätten, der Schulen, der Vereine und Gruppen oder von Einzelpersonen. Nehmen Sie einfach per Email Kontakt mit uns auf:

kunstgewaechshaus@laer.de.

Aus dem Gästebuch

Platz für Kleinigkeiten
Geschrieben von Brigitte am April 1, 2022

Franziska lenkt unseren Blick auf kleine Sachen, wie auch Kleinigkeiten unser Leben mitgestalten. Danke für die tolle Idee. Ich wünsche, dass viele Kreative den Mut haben, uns hier an ihrem Talent teilhaben zu lassen.

Alte Freundschaft
Geschrieben von Thomas Bauder am März 28, 2022

Schon als ich 1978 in Coina Peru Franziska kennengelernt hatte, wusste ich dass es sich um eine spezielle kreative Person handelt. Wünsche viel Erfolg bei der Ausstellung. Thomas Bauder Suhr Schweiz

Tolle Bereicherung für Laer
Geschrieben von Mia am März 27, 2022

Ich finde das Kunstgewächshaus Münsterland eine tolle Bereicherung für Laer und alle, die von außerhalb in unser schönes Dörfchen kommen. Der Platz am Rathausteich mit der Mühle wird damit auch nochmal mehr aufgewertet. Ich freue mich schon auf die nächsten Ausstellungen.

Wir freuen uns auch über Ihre kleine Nachricht an uns!